Veranstaltungshinweis: Europa-Klartext mit Alemann am 3. Mai

„Wenn Europa wackelt, bebt das Ruhrgebiet.“

Mit diesem Zitat beschrieb der Vorstandsvorsitzende eines großen deutschen Industriekonzerns die möglichen Auswirkungen der Krise in Europa auf das Ruhrgebiet. Er greift damit eine Thematik auf, die von EuropaskeptikerInnen in der Debatte um die Zukunft der EU gerne verschwiegen wird: Die Bedeutung der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verflechtungen für die Prosperität unseres Landes.  

Mit 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern bildet NRW das größte Ballungszentrum Europas. Die Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn sind vielfältig. NRW ist eng in den europäischen Binnenmarkt eingebunden und erwirtschaftet 74 % seiner Exportbilanz aus dem Verkauf seiner Produkte an unsere europäischen Nachbarn. Europas Kommunen, Universitäten, Schulen und Vereine knüpfen seit Gründung der Europäischen Gemeinschaft ein immer dichteres Netzwerk zum Austausch von Wissen, Kultur und freundschaftlicher Kontakte. Allein zwischen Polen und NRW bestehen 80 Städtepartnerschaften (insg. 731). NRW profitiert bis in die Gegenwart enorm von europäischen Strukturhilfen. Dies gilt besonders für das Ruhrgebiet, das durch die Folgen des Strukturwandels in den letzten Jahrzehnten auf Hilfe von außen angewiesen war.  

Gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich von Alemann, Leiter des Politikwissenschaftlichen Instituts an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und der „Forschungs-Initiative NRW in Europa“, möchten wir erörtern, wie viel Europa in NRW steckt und ein Plädoyer für „Mehr Europa“ halten. Vor dem Hintergrund der Krise in Europa möchten wir folgende Fragen diskutieren:

  • Welche Bedeutung haben die wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verflechtungen mit unseren europäischen Nachbarn für NRW? 
  • Welche Herausforderungen und welche Chancen liegen für NRW im europäischen Integrationsprozess? 
  • Was würde ein Scheitern des Euro oder der Europäischen Union für NRW bedeuten? 
  • Welchen Beitrag kann NRW leisten, ein Zusammenwachsen in Europa zu fördern? 

Veranstaltungsort: Restaurant „Sattgrün“, Hoffeldstr. 18, Düsseldorf-Flingern
Datum: Donnerstag, den 3. Mai 2012
Zeit: 19.30 – 21.30 Uhr

Die Düsseldorfer Grünen, Sven Giegold MdEP, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament, und Stefan Engstfeld, ehemaliger Landtagsabgeordneter und ehemaliger Sprecher für Europa- und Eine-Welt-Politik der Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen, laden zur Diskussion in gemütlichem Ambiente bei vegetarischem Buffet ins Restaurant „Sattgrün“ in Flingern ein.

Anmeldung bitte an Annegret.Ott@landtag.nrw.de oder per Fax an 0211/884-3544

Einladung EzT Mai 2012

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