Düsseldorf hat die Rote Laterne beim Nichtraucherschutz

Zu der heute veröffentlichten Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg erklärt Stefan Engstfeld:

Düsseldorf: Null Punkte. Die heute vorgestellte Studie, in deren Vorfeld sämtliche Gaststätten im Innenstadtbereich der Landeshauptstädte Düsseldorf, Hannover, Kiel, Mainz, Magdeburg, Schwerin, Stuttgart und Wiesbaden untersucht wurden, zeigt, dass Düsseldorf die Stadt mit den meisten Raucherclubs und den meisten Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht ist. ‚Rauchermetropole Düsseldorf‘ titelt die Studie – für das ranking-verliebte Düsseldorf ein schwerer Schlag!

Hier rächt sich das öffentliche „Gerede“ der städtischen Vertreter aus den letzten Wochen, man habe keine gesetzliche Handhabe, die Kontrollen zu verstärken, und sehe auch keine Notwendigkeit. In dieses Horn stieß zuletzt Ordnungsdezernent Keller in Beantwortung einer Ratsanfrage der Grünen. Da aber in anderen Landeshauptstädten der Nichtraucherschutz besser klappt, scheinen es diese Städte offensichtlich ernster mit dem Schutz ihrer Bürger und Bürgerinnen und insbesondere ihrer Kinder zu nehmen. Eine bereits seit einiger Zeit vorliegende Studie der Dieter Mennekes-Umweltstiftung hat deutlich dargestellt, dass z.B. im Düsseldorfer Karneval alles erlaubt ist, auch blauer Dunst beim Kinderkarneval.

Dirk Elbers sollte das heutige Urteil über Düsseldorfs Nichtraucherschutz zum Anlass nehmen seine Ordnungsbehörden und den OSD aufzufordern, den vorliegenden eindeutigen Hinweisen auf Missbrauch des Gesetzes in Düsseldorf endlich nachzugehen und diese zu ahnden.

Die rot-grüne Landesregierung wird alles daransetzen, endlich zu einem wirkungsvollen Nichtraucherschutz in NRW zu kommen.

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1 Kommentar

  1. Alice Carolyn

    Es wird auch wirklich Zeit. In Duesseldorf auszugehen, insbesonderen in der Altstadt ist eine Qual. Ich will nicht wissen wie sehr ich mir hiermit schon geschadet habe, denn nichtraucherkneipen dort sind so rar, dass man praktisch keine Moeglichkeit hat dem Rauch auszuweichen. Ergo muss man leiden, oder den Abend verfrueht abbrechen, wenn es einmal besonders ekelhaft aufgrund hoher Besucherzahlen ist.